Seweryna liebt Zeltlager, von Kindheit an. Sie fühlt sich dort frei und zugleich geborgen. Mit dem Überfall ihrer Heimat Polen durch die Deutschen 1939 ändert sich das Leben der damals 23-jährigen Soziologie-Studentin allerdings radikal. Ihre Ungezwungenheit ist passé, das Sicherheitsgefühl erschüttert. Seweryna Szmaglewska schließt sich dem katholischen Widerstand gegen die Nazi-Besatzer an. 1942 gerät sie in die Fänge der Gestapo und wird in das KZ Auschwitz-Birkenau deportiert. Das Wort Lager, das ihr lieb ist wegen der Zeltlager und der Gefühle, die sie damit verbindet, es wird ihr von den Deutschen entrissen, von ihnen missbraucht und vollkommen entwertet.
PodcastTrotz allem: frei
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Die Nationalsozialisten wollten Seweryna Szmaglewska zu einem Opfer machen. Ein Podcast erzählt, wie sich die Hauptzeugin in den Nürnberger Prozessen dieser Rolle verweigert hat.
Von Stefan Fischer

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