PorträtDie Macht, Filme zu drehen

Lesezeit: 6 Min.

Die Regisseurin Pia Strietmann sagt: Frauen dürften Erfolg nicht mit Gleichberechtigung verwechseln.
Die Regisseurin Pia Strietmann sagt: Frauen dürften Erfolg nicht mit Gleichberechtigung verwechseln. (Foto: imago stock/Starface)

Pia Strietmann versteht es, die Welten mächtiger Männer zu inszenieren – und ist spätestens seit der Serie „Herrhausen“ eine der spannendsten deutschen Regisseurinnen. Eine Annäherung.

Von Claudia Tieschky

Als die deutsche Serie „Herrhausen – der Herr des Geldes“ von Regisseurin Pia Strietmann im September 2024 in der ARD-Mediathek anlief, war es sehr offensichtlich, dass es hier hauptsächlich um Männer geht. Die Vorstände der Deutschen Bank im Jahr 1989, Kohl, Genscher, schneidige Geheimdienstler, zerzauste russische Intelligenzler auf dem Weg zu Perestroika, Henry Kissinger. Frauen kommen tatsächlich stellenweise vor, als junge Journalistin, patente Sekretärin und – der Klassiker – als Ehegattin. Wobei die Sekretärin (hinreißend beschwingt gespielt von Ursula Strauss) auch für das Organisieren von häuslichem Fernbleiben zuständig ist: „Was darf ich denn Ihrer Frau sagen?“

Zur SZ-Startseite

ZDF-Serie
:Es lebe das Matriarchat

Bei „Ku’damm 77“ knirscht manches gewaltig. Als Soap aus der Mutter-Tochter-Kampfzone ist die Serie aber immer noch herrlich spektakulär.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: