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Nach Kritik an Kommentierung:ARD will Lahm nicht mehr als TV-Experten

Philipp Lahm vor dem WM-Finale 2018

"Deutlichere Einschätzungen gewünscht": Philipp Lahm ist nicht mehr TV-Experte der ARD.

(Foto: AFP)
  • Die ARD verlängert den Vertrag mit Philipp Lahm als TV-Experten nicht.
  • Der Schritt kommt nicht überraschend: ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hatte Philipp Lahm bereits Mitte Juli für dessen Experten-Tätigkeit kritisiert.
  • Der Vertrag von Thomas Hitzlsperger soll hingegen verlängert werden.

Aus als TV-Experte für die ARD: Der Fernsehsender plant keine weiteren Einsätze des ehemaligen Fußballprofis Philipp Lahm als TV-Experte. Der Vertrag mit dem ehemaligen Nationalmannschafts-Kapitän ist ausgelaufen und soll nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa nicht erneuert werden.

Der Schritt kommt allerdings nicht sonderlich überraschend. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hatte Philipp Lahm bereits Mitte Juli für dessen Experten-Tätigkeit während der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland kritisiert. "Philipp Lahm in unserem Team zu haben, war aufgrund seiner Erfahrung sicher sehr belebend", sagte Balkausky damals dem Magazin Sport Bild. "Manchmal hätten wir uns aber noch mehr von diesem Erfahrungsschatz und noch deutlichere Einschätzungen gewünscht."

Thomas Hitzlsperger soll weiter für die ARD arbeiten

Lahms Auftritte bei Live-Schalten an den Tegernsee, wo er mit Jessy Wellmer die WM besprach, waren von vielen Beobachtern als nichtssagend empfunden worden. Stattdessen sorgte die sehr deutliche Kritik Lahms an Bundestrainer Joachim Löw im sozialen Netzwerk LinkedIn für viel Aufmerksamkeit. "Ich bin überzeugt davon, dass Jogi Löw seinen kollegialen Führungsstil der letzten Jahre ändern muss, wenn er mit der neuen Generation von Nationalspielern wieder Erfolg haben möchte", schrieb Lahm nach dem WM-Aus der Nationalmannschaft. Ähnlich klare Einschätzungen hätte sich die ARD wohl auch im Fernsehen gewünscht.

Der Vertrag von Thomas Hitzlsperger soll hingegen verlängert werden. "Es gibt eine Runde der Sportchefs im September, auf der darüber gesprochen wird", sagte ARD-Sportkoordinator Balkausky zu den Personalien.

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