Die Mauer ist gut 36 Jahre nach ihrem Fall nicht weg. Sie ist nur unsichtbar. Und sie verhindert, dass Ostdeutsche in Führungspositionen kommen, nicht zuletzt im Journalismus. So schildert es Florian Warweg, Parlamentskorrespondent der neuen Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung (OAZ), in einer seitenfüllenden Analyse. „Nur eine einzige ostdeutsche Intendantin im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ gebe es, womit verwirrenderweise MDR-Intendant Ralf Ludwig gemeint sein muss, „verschwindend geringe Anteile ostdeutscher Chefredakteure bei überregionalen Leitmedien, kaum ostdeutsche Stimmen in den Feuilletons und Kommentarspalten der Republik“.
JournalismusIm Osten geht die Sonne auf
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Der Verleger Holger Friedrich will mit seiner neuen „Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung“ etwas gegen Schieflagen im gesamtdeutschen Gespräch tun. Was in den ersten Ausgaben zu Russland, der AfD oder dem Frankfurter Bahnhofsviertel zu lesen war.

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Nach der Affäre Reichelt hatte sich der Springer-Konzern einen Kulturwandel verordnet, doch Recherchen rund um den Rücktritt des „Welt“-Chefredakteurs Jan Philipp Burgard legen nahe, was im Verlag kein Karrierehindernis war.
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