Als ich 1999 nach Deutschland zog, hätte ich, wenn man mich gefragt hätte, vermutlich dafür gestimmt, die öffentlich-rechtlichen Sender abzuschaffen. Ich erkläre es mal: Ich bin, seit ich denken kann, ein totales Fernsehkind. In meinem Heimatland Ruanda hatten wir in den 90ern keinen eigenen Fernseher und gingen abends rüber, um bei unseren Nachbarn fernzuschauen. Es gab ein oder zwei Sender und Programm erst von 18 Uhr an und dann bis Mitternacht.
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Die Moderatorin Anna Dushime liebt die Öffentlich-Rechtlichen – und verzweifelt an ihnen. Wie es war, als Kind aus Ruanda mit „Fernsehgarten“ und „Tagesschau“ konfrontiert zu werden. Und was sich heute ändern muss.
Gastbeitrag von Anna Dushime
