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Öffentlich-Rechtliche:Serienfernsehen macht TV-Filmen Konkurrenz

Die Bedeutung öffentlich-rechtlicher Rundfunkgesellschaften auf den nationalen Fernsehmärkten in Europa nimmt offenbar ab. Von 2013 bis 2018 seien ihre durchschnittlichen Zuschauermarktanteile um vier Prozent zurückgegangen, heißt es in dem an diesem Donnerstag veröffentlichten Jahrbuch 2019/2020 der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle in Straßburg. Grundlage waren Daten aus fast allen EU-Staaten, darunter Deutschland, sowie acht anderen europäischen Ländern. Auch die Einnahmen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind der Studie zufolge unter Druck. Sie beliefen sich für die in dieser Hinsicht untersuchten 38 Länder 2018 auf zusammen knapp 36 Milliarden Euro, meldete die Informationsstelle. Die Inflation habe im Schnitt über den moderaten Einnahmegewinnen gelegen.

Das Jahrbuch der zum Europarat gehörenden Stelle zeigt Trends aus Film, Video und audiovisuellen Abrufdiendiensten aus 41 Mitgliedstaaten auf, darunter auch Marokko. TV-Serien stehen der Studie zufolge in Europa im Zentrum des Wettbewerbs um Zuschauer. Dies wirke sich unter anderem so aus, dass eigentlich für Fernsehfilme bestimmte Mittel für Serien eingesetzt würden. Allianzen von Rundfunkveranstaltern ermöglichten zudem durch Koproduktionen höhere Budgets und es gebe eine Konkurrenz um Top-Talente.

© SZ vom 24.04.2020 / epd

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