Mit Filmen und Geschichte ist es so eine Sache. Sofern es sich nicht um Dokumentarfilme handelt, genießen sie das Privileg, die Vergangenheit fiktionalisieren zu dürfen. Meistens müssen sie das sogar: dramatisieren und romantisieren, verkürzen und überspitzen. Sie sollten dabei schon die ungefähr richtige Einordnung hinbekommen, denn wenn ein Film seine Sache ansonsten gut macht, kann eine falsche Behauptung an den Fakten kleben bleiben wie Harz in Haaren.
FernsehenKälte und Arroganz, Teilnahmslosigkeit
Lesezeit: 5 Min.

Die Begegnung zweier Überlebender und die Geburtsstunde des internationalen Rechts: Das ARD-Drama „Nürnberg 45“ und die Arte-Doku „Auf den Spuren der Geschichte“ fügen der filmischen Verarbeitung der Nürnberger Prozesse Sehenswertes hinzu.
Von Susan Vahabzadeh
