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NSU-Prozess:Türkische Medien ohne feste Plätze

Drei Wochen vor Beginn des Terrorprozesses um die NSU-Mordserie hat das Münchner Oberlandesgericht die Medien bekanntgegeben, die das Verfahren direkt im Saal verfolgen können: Keine garantierten Plätze haben türkische Agenturen, Zeitungen, TV- und Radiosender.

Die meisten Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) waren Türken, wie der türkische Botschafter erhalten auch türkische Medien keinen garantierten Zugang zum Verfahren. Denn drei Wochen vor Prozessauftakt hat das Oberlandesgericht München die Medien genannt, die das Verfahren im Saal verfolgen können. Keine festen Plätze bekommen demnach türkische Medien wie die Nachrichtenagentur Anadolu, die Tageszeitung Hürriyet und NTV Türkei.

Auch große internationale Medien wie die Agenturen AP und AFP sowie BBC, New York Times und International Herald Tribune bekommen nur einen der 50 Medienplätze, wenn ein fest akkreditiertes Medium am jeweiligen Prozesstag nicht anwesend ist. Unter den 50 Medien mit garantierten Plätzen sind deutsche Rundfunksender, Agenturen und Zeitungen, darunter die Süddeutsche Zeitung.

Das Gericht hat die Plätze nach eigenen Angaben nach der Reihenfolge vergeben, in der Anträge eingingen.