"Nowaja Gaseta. Europa"So arbeitet Russlands Zeitung im Exil

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Chefredakteur Kirill Martynow und mehr als 30 Redakteurinnen und Redakteure arbeiten mittlerweile von Lettland aus.
Chefredakteur Kirill Martynow und mehr als 30 Redakteurinnen und Redakteure arbeiten mittlerweile von Lettland aus. (Foto: Wladislaw Dokschin)

Zensur, Drohungen, ermordete Journalistinnen: Jahrzehntelang hat die kritische Zeitung "Nowaja Gaseta" Stand gehalten. Nun ist die Redaktion im Ausland. Ein Besuch irgendwo in Riga.

Von Frank Nienhuysen

Adresse kommt erst am Abend vorher per Whatsapp. Ein Besuch steht an, aber wo die Redaktion sitzt, ist geheim. Und mehr darf auch nicht geschrieben werden, als dass es ein kleines Büro ist, im Zentrum von Riga. Nur kein Risiko; die Nowaja Gaseta ist Russlands berühmteste kritische Zeitung, jetzt im lettischen Exil. Da verrät man nicht zu viel: Es gibt Arbeitsplätze, einen Konferenztisch, und Stühle, die aber nicht ausreichen würden, wären alle Redakteurinnen und Reporter auch da, weshalb Chefredakteur Kirill Martynow sehr gelassen erträgt, "dass viele im Home-Office irgendwo am Strand sind". Immerhin, der Schriftzug an der Wand, weiß auf schwarz: "Nowaja Gaseta. Europa", der darf hier auch in die Zeitung.

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