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Nominierungen für den Grimme Online Award:Von Boulevard bis Sexualität

"Die Netzangebote in diesem Jahr hatten allesamt ein unglaublich hohes Niveau": Bei der Bekanntgabe der Nominierten für den Grimme Online Award hat sich das Grimme Institut insgesamt lobend über die Einreichungen geäußert.

23 herausragende Online-Angebote sind für den Grimme Online Award 2014 nominiert worden. Darunter sind Blogs, Internetseiten, YouTube-Kanäle und zum ersten Mal auch ein Newsletter.

Unter den Nominierten ist erstmals auch ein Projekt der Bild-Zeitung. Für "Die letzte Reise des Gernot Fahl" hatten Journalisten einen krebskranken Mann auf seinem Weg zur Sterbehilfe in die Schweiz begleitet. Ebenfalls nominiert ist neben diversen anderen Projekten das Multimedia-Angebot Make Love von MDR und SWR.

Daneben schafften es zahlreiche Projekte zu politischen Themen auf die Nominierungsliste. Neben den Web-Reportagen "Arabellion: Was vom Arabischen Frühling bleibt" und "ASYL" über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland zählt dazu auch "Wahllos. Deutschland, deine Nichtwähler".

"Die Netzangebote in diesem Jahr hatten allesamt ein unglaublich hohes Niveau", sagte Brigitte Baetz, die Vorsitzende der Grimme-Nominierungskommission, am Mittwoch in Köln. Insbesondere das multimediale "Storytelling" sei dabei hervorzuheben.

Aus mehr als 1300 Vorschlägen hatte die Kommission die 23 Netzangebote in den Kategorien Information, Wissen und Bildung, Kultur und Unterhaltung ausgewählt. Über den Publikumspreis können User bis zum 20. Juni hier abstimmen. Die Preisverleihung findet am 27. Juni in Köln statt.

Die vollständige Liste der Nominierten finden Sie auf der Homepage des Grimme Instituts.

Nachtrag: Die Grimme-Akademie hat am Dienstag, 27. Mai, von der Möglichkeit einer Nachnominierung Gebrauch gemacht und netzpolitik.org in der Kategorie Spezial nominiert. "Mit tagesaktuellen Beiträgen sorgt netzpolitik.org nicht nur für eine Ausstrahlung in diverse Netz- und Medienöffentlichkeiten, sondern auch für eine zunehmende Beachtung im politischen Diskurs", erklärte die Jury. Damit gibt es nun insgesamt 24 potenzielle Preisträger.