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Neuer ARD-Experte:Schweigt er oder spricht er?

(Foto: imago images/MIS)

Gratulation: Bastian Schweinsteiger wird Fußball-Experte in der ARD. Es ist zu erwarten, dass ihm die Sympathien zufliegen.

Es war das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft 2014, Deutschland spielte gegen Argentinien, und weil es die Arbeit verlangte, wurde man ausgerechnet in Fargo, North Dakota, Zeuge dieses historischen Ereignisses: Die Wirtschaft hieß "Wurst Bier Hall". Der Betreiber war deutschstämmig, und fast alle, die am frühen Nachmittag zur Endspiel-Übertragung erschienen waren, auch. Es gab insgesamt zwei argentinische Fans, alle anderen fieberten mit den Deutschen, viele trugen ein weißes Trikot mit damals noch drei Sternen. Auf jedem Trikot stand: Schweinsteiger. Kein anderer Moment hat die Popularität des Fußballspielers Bastian Schweinsteiger () aus Kolbermoor in Oberbayern mehr auf den Punkt gebracht. "Schweini" flogen immer wegen seiner kämpferisch-klugen Spielweise und seinem ungekünstelten Auftreten die Sympathien zu. Davon wird nun auch die ARD bis 2022 profitieren, die Schweinsteiger als Experte im Fußball-Team verpflichtet hat. Er wird die Spiele der Nationalmannschaft einschließlich der WM in Katar begleiten. Gratulation. Schweinsteiger mag nicht der Witz von Thomas Müller und die abgeklärte Diplomatie von Philipp Lahm auszeichnen, dafür kann er auf authentisch knorrige Weise um Worte ringen und dann sehr direkt auf den Punkt kommen. Selbst der anfangs sperrig auftretende ZDF-Kahn hat sich im Laufe der Jahre freigesprochen. Auch der Basti wird sich freispielen. Hat er immer irgendwie geschafft.