Succession (Sky)

Logan Roy ist Medienunternehmer am Rande der Altersdemenz und seine vier Kinder scharren bereits mit den feinen Lederschuhen, um unter Einsatz von Ellenbogen und anderen Körperteilen endlich an die Konzernspitze zu stürmen. "Succession" spart nicht an bissigem Zynismus und Flüchen, was zunächst durchaus unterhaltsam anzuschauen ist. Doch drückt sich die Serie um eine klare Entscheidung, ob sie nun Drama oder Satire sein will. Und die satirischen Elemente zielen zu wenig auf das Medienbusiness als solches ab, sondern zeigen wieder nur einmal, wie verkommen es hinter den Glasfassaden steriler Wolkenkratzer zugeht, alles von einer szenenweise fast dokumentarisch anmutenden Kamera in Hochglanzbilder gebannt. Schade für den Zuschauer, dass so das durchaus angelegte Potenzial einer Abrechnung mit der Branche nicht vollständig ausgespielt wird.

Lesen Sie hier die vollständige Rezension von Runa Behr.

Bild: Sky 1. August 2018, 05:102018-08-01 05:10:28 © SZ.de/khil/stein