Manchmal ist die eigene Erwartung ein mieser Einflüsterer. So sitzt man also vor der zweiten Staffel der Serie „Beef“, in der eigentlich alles stimmt, und fragt sich die ganze Zeit, wieso es trotzdem nicht so recht abheben will. Dabei sind die Dialoge gut, die Schauspielerinnen und Schauspieler herausragend. Carey Mulligan und Oscar Isaac spielen das Ehepaar im Mittelpunkt der Handlung, Mulligan als zum Nägelkauen überspannte, britische Inneneinrichterin, Isaac als Manager eines Country Club, der manchmal auf seiner eigenen Schleimspur auszurutschen droht. Ihnen stehen als Antagonisten Cailee Spaeny und Charles Melton gegenüber, die ein Gen-Z-Pärchen spielen, das sich andauernd versichert, sich gegenseitig „zu sehen“ und ein Safe Space zu sein – dabei agieren sie genauso schrecklich wie das gesamte Personal der Serie. Es war die Erfolgsformel der ersten Staffel, eigentlich lieben Menschen dabei zuzusehen, wie sie die schlimmsten Versionen ihrer selbst werden.
StreamingLiebe Menschen in ihrer schlimmsten Version
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Die Wut-Serie „Beef“ erzählt in ihrer zweiten Staffel eine ganz neue Geschichte, will dem Charakter des Originals aber treu bleiben. Das überzeugt leider nicht ganz.
Von David Pfeifer
