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Netflix:Lob für Jugendschutz

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) hat die neuen und erweiterten Jugendschutzfunktionen des Streamingdienstes Netflix nach deutschem Recht begutachtet und sie als geeignetes Jugendschutzprogramm bewertet. "Damit setzt der US-amerikanische Streamingdienst weiter auf hohe Standards im Jugendmedienschutz", teilte die FSM in Berlin mit.

Das neue Jugendschutzsystem ermögliche Netflix-Accountinhabern, künftig individuell für jedes Profil eine Altersfreigabe festzulegen und dieses zusätzlich mit einer PIN zu sichern. "So können Familien die Jugendschutzeinstellungen noch spezifischer an die eigenen Bedürfnisse anpassen und für jedes Familienmitglied ein Profil mit jeweils geeigneten, altersgerechten Inhalten einrichten", erklärte die FSM.

Netflix hatte 2018 als erste internationale Streaming-Plattform in Deutschland die Anerkennung für sein Jugendschutzprogramm erhalten. "Das Engagement von Netflix ist ein großer Erfolg und zugleich ein wichtiges Signal für die Selbstregulierung in Deutschland. Als global agierendes Unternehmen kommt Netflix damit seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach", sagte FSM-Geschäftsführer Martin Drechsler.

Eine unabhängige Gutachterkommission der FSM beurteilte die geänderten Funktionen von Netflix als geeignetes Jugendschutzprogramm für geschlossene Systeme im Sinne des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages. Diese Zertifizierung wird nun der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) vorgelegt, die als zuständiges Aufsichtsgremium innerhalb von drei Monaten prüft, ob die FSM bei ihrer Entscheidung die rechtlichen Grenzen des Beurteilungsspielraums eingehalten hat.

© SZ vom 09.04.2020 / epd

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