Debatte um Genozid-Doku "Deutsche Schuld":Zu leicht genommen

Debatte um Genozid-Doku "Deutsche Schuld": Aminata Belli in "Deutsche Schuld".

Aminata Belli in "Deutsche Schuld".

(Foto: NDR/Silvia Palmigiano)

Der NDR musste seine Doku "Deutsche Schuld" zum Genozid in Namibia korrigieren. Doch den Kritikern reicht das nicht.

Von Jörg Häntzschel

Es war ziemlich naiv vom NDR zu glauben, ein Jahrhundertverbrechen wie den Völkermord an den Nama und Herero in Namibia in einem 45-Minuten-Filmchen abhandeln zu können; diesem Doku-Snack den gedenksteinschweren Titel Deutsche Schuld zu geben; und dann eine Moderatorin, Mode-Redakteurin und Influencerin, Aminata Belli, als "Host" für dieses, so fühlt es sich an, verlängerte Wochenende in der deutschen Kolonialgeschichte zu casten. Nachdem dem Film erhebliche Fehler vorgeworfen wurden, hat der Sender nun einige Korrekturen vorgenommen. Mehrere ARD-Anstalten, darunter der NDR selbst, haben eine Kurzfassung des Films auf Youtube gelöscht, im ARD-Kanal ist sie aber noch zu sehen.

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