Nachrichtensprecher Jan Hofer gibt Entwarnung

Tagesschausprecher Jan Hofer, dem es mittlerweile schon wieder besser geht.

(Foto: Jens Kalaene/dpa)

Das plötzliche Ende seiner "Tagesschau" hat das Publikum in Sorge versetzt. Hofer schickte einen beruhigenden Tweet. Und die ARD reagierte mit interessanten Einblicken zur Bezahlung und Belastung von Nachrichtensprechern.

Von Benjamin Emonts

Plötzliches Ende einer Tagesschau: Nach seinen gesundheitlichen Problemen in der Sendung hat sich Nachrichtensprecher Jan Hofer für zahlreiche Genesungswünsche bedankt und Entwarnung gegeben. "Ich bin gerade im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf durchgecheckt worden. Keinerlei Auffälligkeiten", schrieb Hofer am Donnerstagabend nach der Sendung auf Twitter. Auch die Ursache seines Schwächeanfalls ist demnach klar: Er vertrage wohl die Medikamente nicht, die er "wegen einer verschleppten Grippe" genommen habe. Der Chefredakteur von ARD-aktuell, Kai Gniffke, vermeldete am Freitag im Tagesschau-Blog: "Gerade war Jan hier und wirkte ziemlich fidel."

Viele Zuschauer hatten sich besorgt in den sozialen Netzwerken geäußert, nachdem Hofer am Ende der ARD-Sendung geschwächt gewirkt hatte. Nach mehreren Versprechern stützte er sich am Ende der Tagesschau auf den Studiotisch. Die ARD brach die Sendung vorzeitig ab. Die Bild-Zeitung nahm den Vorfall zum Anlass, um über die hohe Arbeitsbelastung Hofers als mögliche Ursache zu spekulieren. Die ARD gewährte daraufhin interessante Einblicke: Hofer habe am vergangenen Wochenende sieben Sendungen im Ersten gelesen, schrieb Chefredakteur Gniffke. Die Tagesschau zu moderieren sei "ohne Zweifel eine Stress-Situation". Die Sprecher seien freie Mitarbeitende, die feste Honorare bekämen. "Für die Hauptausgabe der Tagesschau bekommt ein Sprecher 259,89 Euro." Für kürzere Ausgaben sei es deutlich weniger.