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Nachrichtensender:CNN kündigt eigenen Streaming-Service an

US-Nachrichtensender CNN

Die CNN-Zentrale in Atlanta.

(Foto: dpa)

Bei CNN+ laufen dann eigenständige Live-Nachrichten und Dokumentationen auf Abruf.

Von Dennis Müller

Der amerikanische Nachrichtensender CNN plant einen eigenen Streamingdienst. CNN+ soll die digitale Plattform heißen und im Frühjahr 2022 an den Start gehen. Das gab der Sender am Montag bekannt. "Etwas Gleichartiges gibt es noch nicht", sagte Jeff Zucker, der Chef von Warner Media News. CNN habe maßgeblich die Entwicklung der Fernseh- und Online-News geprägt. Nun werde man zeigen, wie man Nachrichten auch im Internet machen kann.

Anstatt das Programm des Fernsehsenders einfach nur ins Netz zu übertragen, wolle CNN+ am Tag acht bis zwölf Stunden eigenes Live-Programm senden. Dafür werde man auf bekannte Moderatoren setzen, aber auch "einige neue Gesichter" engagieren. Frisches Personal gibt es nicht nur vor der Kamera, sondern auch dahinter. Derzeit stelle man "Hunderte Menschen" ein und arbeite an "Dutzenden Programmen". Die neuen Formate sollen auch interaktiv funktionieren, die Zuschauer können also in Echtzeit mit den Nachrichtensprecherinnen und Experten in Kontakt treten.

Den Rest des Streamingdiensts wird der Sender mit Dokumentationen bestücken. Auf Abruf stehen zum Start dann sowohl Eigenproduktionen als auch zugekaufte Ware bereit. Angekündigt sind unter anderem vergangene Staffeln der Reisedoku Anthony Bourdain: Parts Unknown sowie das Reportage-Format This Is Life mit Journalistin Lisa Ling.

Obwohl die amerikanischen Nachrichtensender in den vergangenen Jahren gute Quoten einfahren konnten, macht CNN und Co. das Phänomen des "Cord-Cutting" zu schaffen. Damit meint man den Trend, dass immer mehr Menschen auf Basis-Pay-TV-Angebote verzichten. Als Gründe dafür gelten die hohen Kosten sowie die Konkurrenz auf dem Streaming-Markt. Mit CNN+ betritt man diesen nun selbst, um die Cord-Cutter auf diese Weise wieder zurückzuholen. Was der Dienst kosten wird, steht noch nicht fest.

© SZ/hy
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