Ukrainischer Botschafter:Was von Andrij Melnyk bleibt

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Abschied aus Berlin: Andrij Melnyk. (Foto: Christophe Gateau/dpa)

Twitter-Wutausbrüche, Kulturboykott-Aufrufe, Beleidigungen: Nach umstrittenen Äußerungen wird der Diplomat als Botschafter der Ukraine in Deutschland abberufen. Erinnerungen an seine denkwürdigsten Medienmomente.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren

Wenn der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk nun nach siebeneinhalb Jahren von Berlin in sein Heimatland zurückberufen wird, endet auch ein großes mediales Kapitel. Melnyk stand wie kaum ein anderer Botschafter durch den Krieg in seinem Land im Fokus der deutschen Öffentlichkeit, und er hat diese Aufmerksamkeit in einer Frequenz und Effizienz genutzt wie kein anderer. Twitter-Wutausbrüche, Dauerpräsenz in Talkshows, Kulturboykott-Aufrufe, flammende Reden, Beleidigungen. Dabei war immer deutlich: Der Patriot Melnyk fühlt sich seinem Land zutiefst verbunden, kämpferisch, entschlossen, fordernd, nicht selten provozierend. Zuletzt war er massiv in die Kritik geraten, als er in einem Interview gesagt hatte, dass der in der Westukraine populäre ehemalige Nationalistenführer und NS-Kollaborateur Stepan Bandera "kein Massenmörder von Juden und Polen" gewesen sei, und ihn als Robin-Hood-haften "Freiheitskämpfer" bezeichnet hatte. Zum Amtsende also ein paar Erinnerungen an Melnyks denkwürdigste Medienmomente.

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