MedienDer Scheinriese

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Julian Reichelt (li.) ist Chefredakteur des Nachrichtenportals „Nius“, Frank Gotthardt (rechts) ist Hauptgesellschafter.
Julian Reichelt (li.) ist Chefredakteur des Nachrichtenportals „Nius“, Frank Gotthardt (rechts) ist Hauptgesellschafter. Fotos: Imago (3); Collage: SZ

Das rechte Medium „Nius“ erregt viel Aufmerksamkeit – und schreibt große Verluste. Den Erfolg dürfte sein Hauptinvestor aber weniger an der finanziellen Bilanz messen als an der politischen.

Von Stefan Niggemeier

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Es gibt sie noch, die guten Nachrichten, und diese wurde in der vergangenen Woche jedenfalls von vielen als eine solche behandelt: Das sehr rechte, sehr laute und immer wieder sehr falsche Medium Nius schreibt sehr große Verluste. Dessen Dachgesellschaft Vius hat 2024 bei einer Bilanzsumme von rund sieben Millionen Euro fast 16,2 Millionen Euro Miese gemacht, noch mehr als im Jahr davor. In den ersten zweieinhalb Jahren seit der Gründung im Herbst 2022 summierten sich die Verluste auf rund 33 Millionen Euro. Dass Nius nicht längst pleite ist, liegt nur daran, dass Hauptgesellschafter Frank Gotthardt, ein Unternehmer, der mit Gesundheitssoftware Multimillionär geworden ist, immer neues Geld nachschießt.

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