Große US-Verlage wollen weniger Provision an Apple zahlen, wenn Leserinnen und Leser Abonnements über den App-Store abschließen. Der Branchenverband Digital Content Next, der unter anderem die New York Times, die Washington Post und Dutzende andere Medien vertritt, verlangt in einem offenen Brief an Apple-Chef Tim Cook bessere Bedingungen.
Apple sagt öffentlich, dass alle Entwickler 30 Prozent der In-App-Käufe abtreten müssen. Nur für jährliche Abonnements halbiert Apple die Provision vom zweiten Jahr an. Kürzlich enthüllten interne E-Mails jedoch, dass Amazon 2017 geheime Sonderkonditionen erhalten hatte. Deshalb fühlen sich viele Entwickler ungerecht behandelt, darunter nun auch Verleger.
Vergangene Woche hatte der Spieleentwickler Epic Games Apples Provision mit einem Trick umgangen. Daraufhin verbannte Apple Fortnite, das erfolgreichste Videospiel der Welt, aus dem App-Store. Epic reichte Klage ein und mobilisierte Millionen junge Gamerinnen und Gamer zum Widerstand gegen Apple. Auch andere Unternehmen wie Spotify glauben, dass die Zwangsabgabe gegen das Kartellrecht verstößt. Die EU-Kommission ermittelt deshalb seit Juni gegen Apple.