Öffentlich-rechtlicher Rundfunk:Anatomie eines Knalls

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Im MDR kein Programmdirektor mehr, aber als Moderator zum Direktorengehalt noch präsent: Klaus Brinkbäumer mit Kim Fisher bei "Riverboat". (Foto: Stephan Flad/MDR)

160 Millionen Euro muss der MDR sparen. Klingt viel? Es wird noch übler, wenn man schaut, wo der Sender kürzen will - und was das für Journalismus in Teilen des Ostens bedeuten könnte.

Von Aurelie von Blazekovic

Es geht beim MDR gerade um viel mehr als Klaus Brinkbäumer, aber vielleicht muss man dennoch mit ihm anfangen. Im April teilte der Sender mit, Brinkbäumer werde demnächst nicht mehr als Programmdirektor tätig sein - jedoch wolle man die "erfolgreiche Zusammenarbeit auf der inhaltlichen und journalistischen Ebene fortsetzen". Der Monat war noch nicht vorbei, da folgte eine interessante Arbeitsprobe dieser Zusammenarbeit. In der Talksendung Riverboat interviewte Brinkbäumer den zu Nostalgie, Verschwörertum und größter Selbstgerechtigkeit neigenden Polemiker Peter Hahne. Dieser nannte, um nur zwei Dinge zu zitieren, die Bundesregierung "irre" und den Verfassungsschutz "Stasi". Und Klaus Brinkbäumer? Saß daneben und ließ Hahne weitestgehend widerspruchslos gewähren.

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