Wenn es nach dem Magazin geht, sollte der Skandal um die gefälschten Texte im Spiegel von Reporter Claas Relotius mit dem Abschlussbericht der internen Untersuchungskommission im Mai ein Ende haben. Nun wurde bekannt, dass das Magazin dem langjährigen Leiter des Gesellschaftsressorts, Matthias Geyer, Ende Juni gekündigt hat, wie waz.de berichtete. Das bestätigte der Anwalt Geyers, Andreas Kremer, der SZ auf Anfrage, Geyer gehe juristisch gegen die Kündigung vor. Am Dienstag ist eine Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Hamburg angesetzt, wie das Gericht bestätigte. Der Spiegel will sich "nicht zu vertraulichen Personalfragen öffentlich äußern".
Journalismus:"Spiegel" hat ehemaligem Relotius-Chef gekündigt
Der Spiegel hat wegen der Relotius-Affäre im vergangenen Jahr eine schwere Krise durchgemacht: Hier das Verlagsgebäude in Hamburg.
(Foto: Getty Images)- Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" trennt sich vom ehemaligen Leiter des Gesellschaftsressorts, Matthias Geyer. Das bestätigte Geyers Anwalt der SZ.
- An Matthias Geyer war im Zuge der Relotius-Affäre Kritik laut geworden. Ihm wurde vorgeworfen, zu lange an Relotius als Mitarbeiter festgehalten zu haben.
- Geyer will jetzt juristisch gegen die Kündigung vorgehen.
Von Elisa Britzelmeier, Laura Hertreiter und Clara Lipkowski
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