ZeichentrickserieUkraine stuft „Mascha und der Bär“  als Gefahr für die nationale Sicherheit ein

Ein Poster von „Mascha und der Bär“ hängt an der Wand eines zerstörten Bauernhofs in einem Vorort von Kiew.
Ein Poster von „Mascha und der Bär“ hängt an der Wand eines zerstörten Bauernhofs in einem Vorort von Kiew.
Rodrigo Abd/AP

Die Werbeeinnahmen der international bekannten russischen Zeichentrickserie fließen über Steuern nach Moskau. Auch in der Ukraine erreicht sie ein Millionenpublikum. Nun soll sie dort verboten und gesperrt werden.

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„Mascha und der Bär“ soll in der Ukraine verboten und gesperrt werden. Tetjana Bereschna, die Kulturministerin des Landes, hat den Schritt in einem Beitrag auf Facebook angekündigt. Die Einnahmen der international bekannten russischen Kinderserie kommen, schreibt sie, dem russischen Staat und somit dessen Kriegsmaschinerie zugute. Im vergangenen Jahr habe allein der ukrainischsprachige Youtube-Kanal von „Mascha und der Bär“ mehr als 800 Millionen Aufrufe gehabt. „Dies sind Einnahmen russischer Unternehmen, die Steuern an den Haushalt des Aggressorstaates abführen.“

Inhalte für Kinder sind in der Regel die mit den höchsten Klickzahlen, weil Menschen, je jünger sie sind, einen umso weniger ausdifferenzierten Geschmack haben und folglich sehr viele dasselbe mögen. Kinder gucken zudem gern dasselbe immer wieder. So kommen die oft enorm hohen Zahlen zustande. Bereschna verweist in dem Beitrag aber nicht nur auf die wirtschaftliche Relevanz der Serie. Russische Zeichentrickfilme seien „Instrumente der Einflussnahme und Propaganda“ vor einem kindlichen Millionenpublikum.

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Präsident Wolodimir Selenskij haben einen Erlass zur Sperrung der Kinderserie auf „internationalen Plattformen“ bereits unterschrieben. Bereschna schließt mit einem Appell: „Russische Propaganda hat auf den Bildschirmen von Kindern nichts zu suchen. Weder in der Ukraine noch weltweit.“

Ein Sprecher des Kremls sagte daraufhin russischen Nachrichtenagenturen, das Verbot der Serie zeige „einmal mehr die Abscheulichkeit des Kiewer Regimes“. Die Figuren von „Mascha und der Bär“ hätten die ganze Welt „mit ihrer Güte“ erobert. Es sei Propaganda „im guten Sinne dieses Wortes“.

Im Juni hat der Streamingdienst Netflix die Rechte an weiteren Staffeln der Kinderserie erworben.

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