An einer Stelle fällt Lynsey Addario erschöpft aufs Bett ihres Sohnes, den sie ins Bett bringen soll, und seufzt: „Kinder sind so viel schwieriger als Krieg.“ Das, was viele Mütter zwischen Arbeit und Familie vielleicht leichtfertig dahinsagen, kommt im Dokumentarfilm „Love + War“ von einer, die weiß, wovon sie redet. Als Kriegsfotografin hat Lynsey Addario viele Krisengebiete auf der Welt bereist. Sie fotografierte die Proteste im arabischen Frühling, besuchte Frauen in Afghanistan und Mütter im Sudan, die bei der Geburt ihrer Kinder sterben. Für ihre Fotoserie „Talibanistan“ wurde sie 2009 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet, zu Beginn des Ukrainekrieges landete eine ihrer Aufnahmen von zivilen Opfern auf der Titelseite der New York Times. Wie es entstanden ist, sieht man im Film von National Geographic, der nun auf Disney Plus läuft. Aber man sieht eben auch, wie herausfordernd ein normales Familienleben für Addario ist.
DokuMama fotografiert den Krieg
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Lynsey Addario war als Kriegsfotografin in Afghanistan, in Libyen, in der Ukraine. Die Doku „Love + War – zwischen Krieg und Familie“ zeigt sie auch privat – ein berührendes Porträt.

Kriegsfotografin Lynsey Addario:„Ich habe das Gefühl, für meine Kinder am Leben bleiben zu müssen“
Seit 25 Jahren arbeitet Lynsey Addario als Kriegsfotografin. Zweimal wurde die Pulitzerpreisträgerin gekidnappt, mehrmals war sie dem Tod nahe. Inzwischen ist sie zweifache Mutter und fragt sich: Wie viel Risiko bin ich noch bereit einzugehen?
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