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Lieblingsserie: Firefly:Neun Hauptdarsteller

Firefly ist eine Ensemble-Show: Unter den neun Crewmitgliedern gibt es keine zweitrangigen Figuren. Natürlich haben manche mehr Text als andere, aber kein Charakter bleibt bloßer Stichwortgeber. Und selbst wenn der einzige Auftritt in der Episode darin besteht, dass die Figur den Kopf um die Ecke steckt: Dann ist der einzige Satz, den sie sagt, auf den Punkt, witzig und absolut passend zum Charakter.

Lieblingsserie: "Firefly"

Gesetzloses Glühwürmchen

Da ist zunächst der Captain, von Nathan Fillion als liebenswert-gewitzter, aber nicht besonders heller Schmuggler und Ex-Soldat dargestellt. Der schießt einem Bösewicht schon mal kommentarlos in den Kopf oder gibt seinem am Boden liegenden Duell-Gegner noch ein paar Stiche mit, dumme Sprüche inklusive.

Ihm zur Seite stehen die amazonenhafte Zoe und deren Mann, der Hawaiihemdenträger und Berufspilot Wash. Hinzu kommen der ungehobelte, stets nur auf den eigenen Vorteil bedachte Söldner Jayne - von Adam Baldwin so umgesetzt, dass der Fiesling trotzdem einer der Fanlieblinge ist -, die Edel-Kurtisane Inara und Shepherd Book. Ein Prediger, der Bibelverse schon mal nachschlagen muss, die Spezifikationen militärischer Waffen aber im Kopf hat. Gäste an Bord sind der vornehme Doktor Simon und seine mysteriöse, übersinnlich begabte Schwester River. Simon hinterher schmachtet die Mechanikerin Kaylee, die gute Seele des Schiffes.

Fox in der Gastrolle als böses Imperium

Nicht nur die Ausgestaltung der Figuren stimmt, die Chemie zwischen den Darstellern tut es ebenso, wenn man nach ihren Aussagen in diversen Clips geht. Das merkt man der Serie an. Und wie die Besatzung geeint wird durch den gemeinsamen Feind, die Zentralregierung namens Allianz, so wurden es Cast und Crew durch den gemeinsamen Gegner Fox. Bei dem US-Sender lief die Serie 2002. Von Anfang an machten die Verantwortlichen dem Format das Leben schwer: So strahlte Fox den Piloten nicht als Erstes, sondern als Letztes aus und würfelte auch die weiteren Episoden bunt durcheinander. Die Sendetermine verschoben die Verantwortlichen ebenfalls gerne mal.

Schlechte Quoten sorgten daraufhin für Druck - und für eine Solidarisierung der Fans mit der Produktion. Sie nannten sich Browncoats, wie die Rebellen, die im Bürgerkrieg gegen die Allianz verloren hatten. Sie organisierten sich, schalteten eine Anzeige im US-Magazin Variety und starteten eine Postkarten-Kampagne, um die Serie zu retten. Wie die Browncoats im Serienuniversum haben sie verloren, noch während der ersten Staffel schoss Fox Firefly ab. Doch die Serenity fand - ganz im Stil der Serie - einen Weg, weiterzufliegen: Auf DVD verkaufte sich Firefly so gut, dass Universal die Rechte erwarb und 2005 den Kinofilm Serenity folgen ließ - mit der Originalbesatzung.

Firefly - Der Aufbruch der Serenity ist in Deutschland auf DVD und Blu-Ray von 20th Century Fox erhältlich. Erstmals im TV ausgestrahlt wurde sie bei uns im vergangenen Jahr bei Super RTL.