Kritik an Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" karikiert toten Aylan

  • Das französische Satireblatt Charlie Hebdo hat den toten Jungen Aylan karikiert.
  • In seiner jüngsten Ausgabe bringen die Macher das Flüchtlingskind mit einer Fastfood-Kette in Verbindung.
  • Kritiker werfen Charlie Hebdo vor, den Tod des Kindes zu missbrauchen.

Das französische Satiremagazin Charlie Hebdo hat in seiner jüngsten Ausgabe zwei Karikaturen veröffentlicht, die auf das Foto des toten syrischen Flüchtlingsjungen Aylan anspielen.

Neben dem toten Kind am Strand steht ein Schild mit dem Clown-Maskottchen einer Fast-Food-Kette. Auf dem Schild steht in Französisch: "Sonderangebot: Zwei Kinder-Menüs zum Preis von einem". Überschrieben ist das Ganze mit: "Willkommen, Flüchtlinge! So nah am Ziel ..."

Eine weitere Karikatur im Heft nimmt Bezug auf den Tod von Aylan. Kritiker fanden, das gehe zu weit und schrieben etwa auf Twitter: Es sei "geschmacklos", den Tod des Kindes für satirische Zwecke zu missbrauchen.

Charlie Hebdo, das seit Gründung mit drastischen Zeichnungen provoziert, war im Januar Opfer eines terroristischen Anschlags geworden.