Kriminalität Reporter in Mexiko ermordet

Ein zuvor schon bedrohter mexikanischer Journalist ist im Karibikbadeort Playa del Carmen ermordet aufgefunden worden. Dies teilte die Menschenrechtsorganisation Article 19 am Donnerstag mit. Der Reporter Francisco Romero ist der siebte Journalist, der seit Jahresbeginn in Mexiko getötet wurde. Das lateinamerikanische Land gilt als extrem gefährlich für Journalisten. Die Organisation wies darauf hin, dass Romero bereits in ein Schutzprogramm des mexikanischen Innenministeriums für bedrohte Journalisten aufgenommen worden sei. Der Reporter betrieb eine eigene Seite auf Facebook und arbeitete für verschiedene andere Medien. Bis voriges Jahr war er Mitarbeiter des digitalen Wochenmagazins Playa News. Dieses musste nach der Ermordung des Chefredakteurs und eines Reporters schließen. Nachdem er selber persönlich bedroht worden war, hatte Romero den Bundesstaat Quintana Roo verlassen, war aber wieder dorthin zurückgekehrt. Bevor er Journalist wurde, hatte Romero als Zeitungsausträger und Essenszusteller gearbeitet. Wie er 2018 in einem Interview erzählte, begann er damals, Videos über Gewalttaten aufzunehmen. Daraufhin wurde er eingeladen, für "Playa News" als Journalist zu arbeiten.