MeinungMockridge-Aussagen zu BehindertenArmes deutsches Fernsehen

Kommentar von Sara Peschke

Lesezeit: 2 Min.

"Wer als Letzter ertrinkt, der hat halt gewonnen". Luke Mockridge, hier 2019 in seiner Sat1-Show "Greatnightshow", hatte kurz vor Start seiner neuen Show die Idee, Para-Sportler zu diffamieren.
"Wer als Letzter ertrinkt, der hat halt gewonnen". Luke Mockridge, hier 2019 in seiner Sat1-Show "Greatnightshow", hatte kurz vor Start seiner neuen Show die Idee, Para-Sportler zu diffamieren. Henning Kaiser/dpa

Wieso adeln respektable TV-Sender Leute wie Luke Mockridge und Oliver Pocher? Ist die Not so groß?

Danke, Luke Mockridge, möchte man auf die Erklärung des Komikers nach der Kritik an seinen ganz schlimmen Aussagen entgegnen. Sein Versuch einer Selbstentschuldigung zeigt nicht mehr, als dass einer nicht im Affekt dummes Zeug geredet (geschenkt!), sondern vorsätzlich und von langer Hand geplant grenzüberschreitend gehandelt hat. Es sei nie seine Absicht gewesen, „Menschen mit Behinderung ins Lächerliche zu ziehen“, schwadroniert Mockridge, 35, am Samstagabend in einem Instagram-Post – um anschließend darauf hinzuweisen, dass einige der „Jokes“ über behinderte Sportlerinnen und Sportler, die er Mitte August in einem Podcast gerissen hatte, schon Teil seiner vergangenen Tour gewesen seien. Er habe „darauf aufmerksam machen wollen, dass Mitleid oft die schlimmste Form der Ausgrenzung“ sei, schreibt er weiter.

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