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Kerner: Wo ist Sven:Da ist er ja

Nach nur vier Tagen war die Schnitzeljagd von Sat 1-Talker Johannes B. Kerner schon wieder vorbei - der abgetauchte Reporter Sven Jachmann war schneller wieder gefunden als er verschwinden konnte.

Es wurde als großes TV-Experiment angekündigt: Der Kerner-Reporter Sven Jachmann sollte abtauchen und nur online ausgewählte Spuren hinterlassen. Doch kaum hatte er damit begonnen, war auch schon wieder Schluss mit der Schnitzeljagd im Netz . Nach nur vier Tagen wurde Jachmann enttarnt: An einer Tankstelle konfrontierte ihn ein Mitarbeiter mit den Worten "Du bist Sven" und deckte so die Identität des abgetauchten Fernsehmannes auf.

Das TV-Experiment des Jahres! 'Kerner'-Reporter taucht unter

Da ist er ja: Drei Wochen lang wollte Johannes Kerner nach seinem Reporter Sven Jachmann suchen lassen. Die Schnitzeljagd dauerte jedoch nur vier Tage. 

(Foto: obs)

Das Sommerloch-Projekt des Sat 1-Talkers Kerner ist dem Vorbild eines US-amerikanischen Tech-Journalisten nachempfunden. Evan Ratliff, Autor des Magazis Wired, tauchte einen Monat lang unter und am Ende fanden seine Online-Verfolger nicht nur seinen Aufenthaltsort, sondern auch allerlei Details über sein Privatleben heraus. Sat 1 entschärfte das Wired-Projekt und veröffentlichte gezielt Hinweise auf der Internetseite der Schnitzeljagd.

Das war den passionierteren Fahndern allerdings zu wenig: Hacker legten zu Beginn der Aktion die Hinweis-Homepage lahm, ein anderer entschlüsselte die IP-Adresse des Laptops, den der Abgetauchte dabei hatte.

Offline siegt

Doch es waren weder Hacker-Künste, noch Hinweise im Netz, die den Reporter auffliegen ließen: Ein Tankstellenangestellter in Solms bei Gießen hatte den ersten Bericht über die Schnitzeljagd zufällig in der Kerner-Sendung im Fernsehen gesehen - und Jachmann dann erkannt, als dieser bei ihm seine Tankfüllung bezahlte.

Die Schnitzeljagd konnte Kerner weder über sein Quotentief hinweg retten, noch über das Sommerloch. Der Talker muss sich jetzt ein neues Thema einfallen lassen - das wohl auch weniger kostspielig ausfallen wird. Denn der 19-Jährige Tim darf sich nun über 10.000 Euro Preisgeld freuen - ohne dass er einen einzigen Klick machte.