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Somuncu, Eckhart, Sonneborn:Witz komm raus

Kabarettistin Lisa Eckhart

Schleppt auch so einiges in den öffentlichen Meinungskorridor: die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart.

(Foto: Hans Punz/dpa)

Mag das Thema noch so ernst sein: Im öffentlichen Diskurs, vor allem im unterhaltungssüchtigen TV, geht der Trend zum Kabarett-Clown. Über eine fatale Entwicklung.

Von Hilmar Klute

Seit Kurzem kann man eine eigentümliche Veränderung in der Besetzung öffentlicher Diskussionsrunden beobachten. Dort wo früher Experten und Sachverständige mit Expertise und Sachverstand auftraten, kommen mehr und mehr die Kabarettisten zu Wort. Der stets mit telegenem Grundzorn ausgestattete Serdar Somuncu liest der deutschen Integrationspolitik bei Anne Will in einer Art semi-soziologischer Tirade die Leviten. Seit ein paar Jahren schon versichert der Mediziner Eckhart von Hirschhausen als approbierter Klinik-Clown den Menschen, dass Lachen immer noch die beste Medizin sei. Lisa Eckhart, die Zarah Leander der deutschsprachigen Kleinkunst, plaudert im Literarischen Quartett süffisant über Bücher-Neuerscheinungen und wirft dabei mit ein paar Schriftstellernamen um sich. Ein beträchtlicher Teil des deutschen Fernsehpublikums hält die kindische Satiresendung Heute-show allen Ernstes für ein investigatives Magazin.

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