Verdacht russischer Einflussnahme:Ausgerutscht auf der Putin-Schleimspur

Verdacht russischer Einflussnahme: In "Russland lieben lernen" heißt es über die oberkörperfreien Porträtaufnahmen von Wladimir Putin, diese seien ein "Symbol friedlicher Manneskraft".

In "Russland lieben lernen" heißt es über die oberkörperfreien Porträtaufnahmen von Wladimir Putin, diese seien ein "Symbol friedlicher Manneskraft".

(Foto: Valery Sharifulin/AFP)

Ein Bild-Chefreporter hat an einem Buch mitgeschrieben, das Wladimir Putins Russland verklärt. Seine Vorgesetzten wollen davon nichts mitbekommen haben.

Von Sonja Zekri

Einen "Putin-Schleimer" hatte die Bild-Zeitung den Journalisten Hubert Seipel genannt, als vor zwei Wochen herauskam, dass er aus Russland für seine rosige Sicht auf den Kreml Geld bekommen hatte. Nun hat die Bild selbst ein Putin-Schleimer-Problem: Jürgen Helfricht, Bild-Chefreporter in Dresden, ist freigestellt worden, nachdem der Branchendienst Übermedien herausgefunden hat, dass Helfricht Co-Autor des Buches "Russland lieben lernen" ist - zusammen mit dem ehemaligen Chef des Semper-Opernballs in Dresden, Hans-Joachim Frey, inzwischen russischer Staatsbürger.

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Hubert Seipel, ein preisgekrönter deutscher Journalist, galt als Putin-Spezialist. Nach Recherchen des "Spiegels" und des ZDF hat er mehrere Hunderttausend Euro aus Russland bekommen.

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