Jubiläum Kleine Weltretter

Zum Jubiläum erscheint Geolino in überarbeiteter Form - und mit neuem Preis: Die 76 Seiten kosten statt 3,80 nun 3,95 Euro. Die verkaufte Auflage liegt bei 170 000 Exemplaren.

(Foto: G+J)

Gruner + Jahr spendiert "Geolino" zum 20. eine neue Heftstruktur und eine behutsam angepasste Optik. Neben einer Titelstory über Flughunde gibt es in der aktuellen Ausgabe Tipps gegen Lebensmittelverschwendung.

Von Benedikt Frank

Zum 20. Geburtstag hat sich die Redaktion von Geolino einen kindgerechten Vergleich in eigener Sache ausgedacht: Die bisher erschienenen 206 Hefte würden aneinandergelegt die Länge von etwa elf abgerollten Riesenschlangen ergeben. Damit auch alle Eltern die Dimension verstehen, steht dabei, dass das 56,62 Meter wären.

Damit der Geo-Ableger noch ein wenig kindgerechter daherkommt, wurden Heftstruktur und Optik zum Geburtstag behutsam angepasst: Die Fotos und Schlagzeilen auf dem Cover sind jetzt nicht mehr ordentlich am Raster ausgerichtet, sondern schief, das Logo ziert nun ein Fähnchen.

Geolino ist mit einem Kioskpreis von aktuell 3,95 Euro für ein Grundschüler-Taschengeld eigentlich zu teuer. Dennoch landete das Magazin aus dem Verlag Gruner + Jahr in der Kids Verbraucheranalyse 2015 auf Platz fünf der meistgelesenen Magazine bei den Sechs- bis 13-Jährigen. Die verkaufte Auflage liegt bei etwa 170 000 Exemplaren. Davon entfallen auf den Einzelverkauf nur etwa 20 000 Hefte, den Rest abonnieren wohl erwachsene Geo-Leser für ihren Nachwuchs (der eine oder die andere auch für sich selbst).

Damit erziehen sie ihre Zöglinge zu einem Blick auf die Welt, der, mit einem geolinoesken Vergleich gesagt, so pädagogisch wertvoll ist wie zwei Kisten Holzspielzeug. In der Jubiläumsausgabe gibt es neben einer Titelstory über Flughunde ("nützliche Nervensägen") auch eine neue Rubrik: "Wie wir die Welt retten". Darin wird ein Restaurant vorgestellt, das mit krummem Gemüse kocht, ergänzt um Tipps gegen Lebensmittelverschwendung. Über den Geburtstagsgruß der Unicef-Schirmherrin und Partnerin des Bundespräsidenten, Daniela Schadt, dürfte sich allerdings die Redaktion deutlich mehr freuen als die Leser.