Nicht die deutschen Verhältnisse sind schrecklich; es sind die Beschreibungen dieser Verhältnisse, die den Schrecken erst verbreiten und vergrößern, es sind Zeitungen, Radiosender und Podcasts, die ihre Leser und Hörerinnen täglich, ja stündlich überwältigen und niederschmettern mit den schlechten Nachrichten von Kriegen, Wirtschaftskrisen, Kindesmissbrauch. Und die, berauscht und benebelt von der eigenen düsteren Weltsicht, nicht merken und erst recht nicht melden wollen, dass es längst vorangeht mit dem Land. Dass es auch gute und erfreuliche Nachrichten gibt.
DebatteKeine Rücksicht, schon gar nicht auf Verluste
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So sieht man ihn derzeit selten lächeln: Bundeskanzler Friedrich Merz beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung im Bundeskanzleramt.
Imago/Chris Emil JanssenZu positiv? Zu negativ? Der Journalismus der Gegenwart ist bisweilen eine komplizierte Gratwanderung. Warum es aber keine Lösung ist, mit der trüben Regierungspolitik einfach einverstanden zu sein.
Essay von Claudius Seidl
