Wie unterhaltsam ist der Aufstieg von Benito Mussolini von der politischen Randfigur zum Anführer der faschistischen Bewegung? In M. Son of the Century, im Januar erstmals im italienischen Fernsehen gezeigt, ist es zumindest ein wüster Ritt. Als die Serie im vergangenen Herbst bei den Filmfestspielen in Venedig Premiere feierte, gab es begeisterte Reaktionen. Joe Wrights Inszenierung ist tatsächlich ein ziemliches Spektakel: Luca Marinelli, in Italien ein Star, seit er 2016 für den Film „Martin Eden“ mit dem Darstellerpreis in Venedig ausgezeichnet wurde, spielt den künftigen Diktator als aufgedrehten Verführer, wendet sich ans Publikum und sagt tatsächlich in einer Folge „Make Italy great again“. Was man in den ersten Folgen sieht, ist zumindest eine groteske Gewaltorgie – untermalt von Musik von Tom Rowlands von den Chemical Brothers. Wie immer man das Ergebnis findet – es ist zumindest so aufregend, dass man sich wundert, warum eine Ausstrahlung der Serie in Deutschland bislang nicht geplant ist. Es gibt aber Verhandlungen.
Debatte über „M. Son of the Century“Brutaler Verführer
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Der Brite Joe Wright hat eine Serie über den Aufstieg des faschistischen Diktators Benito Mussolini gedreht – als Spektakel und Gewaltorgie. In Italien diskutiert man heftig, ob sie der Geschichte des Faschismus gerecht wird.
Von Susan Vahabzadeh
