Joe Chialo bei "Markus Lanz":Rudern in zwei Richtungen

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Berlins Kultursenator Joe Chialo: "Ohne Diskurse werden wir nicht weiterkommen." (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Bevor Berlins Kultursenator Joe Chialo bei "Markus Lanz" seine Antisemitismusklausel verteidigt, bemüht er den Postkolonialismus für eine Verteidigung der Großwildjagd.

Von Jörg Häntzschel

Berlins Kultursenator Joe Chialo, ganz früher mal bei den Grünen, jetzt bei der CDU, wird schon als möglicher Kulturstaatsminister einer kommenden Regierung unter Führung der Union gehandelt. Doch bevor er am Donnerstagabend bei Lanz über die zweite Auflage seiner umstrittenen Antisemitismusklausel sprach und darüber, wie an den Universitäten, diesen "Orten des Denkens - ich meine: Cog nito ergo sum!" (sic!) -, "postkoloniales Denken" "tradiertes Denken" abgelöst habe, bediente sich der teils in Tansania aufgewachsene Senator selbst des Postkolonialismus - zur Verteidigung der Großwildjagd.

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