Aber keine Sorge: Die jüngeren Zuschauer, die das anzieht, werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch irgendwann alt. Sie wachsen also in den Sender-Durchschnitt hinein und können dann gleich dabei bleiben. Und das Tollste: Ganz Deutschland überaltert. Was für eine Chance für das ZDF. Niemand ist darauf vorbereitet, weder die Politik, noch die sozialen Einrichtungen, noch die Rente, und schon gar nicht die Krankenhäuser oder Altenheime und natürlich auch nicht die alt werdenden selbst. Nur dieser Sender, der hat das Format für die Generation 60 plus. Er ist der einzige, der die Senioren wirklich versteht. Deshalb ist das ZDF der Sender der Zukunft.

Womöglich kommt das auch eines Tages Harald Schmidt zugute. Der Mann hat schon so oft den Haussender gewechselt - wieso also nicht, im Alter, ein weiteres Mal? Im Bild probt er schon einmal die Moderation des heute-journal (2007), beim Traumschiff war Schmidt auch schon an Bord. Auffangbecken für alternde Moderatoren zu werden, dies wäre noch eine Aufgabe, der sich das ZDF im Zuge seiner Ausdehnung annehmen könnte. Wenn wir demnächst dann 500 Jahre ZDF feiern, wäre die Senderfamilie schon allein durch eine solche Aktion um einen Schlag sehr, sehr viel größer. Und Ausdehnung, das ist doch immer das Ziel im TV.

Bild: AP 27. März 2013, 11:112013-03-27 11:11:00 © SZ.de/rus/cag/gba/kjan