Iran Hoffnung für inhaftierte Reporter

Seit acht Wochen sind zwei deutsche Reporter in Iran inhaftiert. Doch vielleicht können sie Weihnachten mit ihren Familien verbringen - in Teheran.

Der engste Berater des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, sein Kanzlei-Chef Esfandiar Rahim Maschaie, hat den beiden seit acht Wochen in Iran inhaftierten deutschen Reportern in Aussicht gestellt, dass sie Weihnachten mit ihren Familien in der deutschen Botschaft in Teheran verbringen können.

Mahmud Ahmadinedschad: Sein engster Beratern hat den in Iran inhaftierten deutschen Reportern Hoffnung gemacht.

(Foto: dpa)

Zugleich sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, es gebe keine Hinweise darauf, dass sich die beiden Mitarbeiter der Bild am Sonntag als Spione betätigt hätten.

Die iranische Justiz hatte angekündigt, ein Verfahren wegen dieses Vorwurfs zu prüfen, was eine Freilassung erheblich erschwert hätte.

Die beiden Männer waren am 10. Oktober in der nordiranischen Stadt Täbris festgenommen worden, als sie den Sohn der Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani interviewen wollten. Diese war wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden.

Die beiden waren mit einem Touristenvisum eingereist. Die vier ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, Roman Herzog, Walter Scheel und Richard von Weizsäcker forderten Iran in der Bild am Sonntag auf, die Deutschen noch vor Weihnachten freizulassen.