InternetMV-Linke gegen pauschale Social-Media-Verbote

Linke in MV halten ein pauschales Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche nicht für zielführend.
Linke in MV halten ein pauschales Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche nicht für zielführend. Yui Mok/PA Wire/dpa

Australien hat es vorgemacht und in Deutschland wird über eine Altersbeschränkung für die Nutzung sozialer Medien debattiert. Die Linken in MV warnen vor kurzsichtigen Entscheidungen.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Schwerin (dpa/mv) - Die Linken in Mecklenburg-Vorpommern lehnen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche ab. Ein derartiges Verbot würde die digitale Lebensrealität junger Menschen ausblenden, warnte Linken-Landeschef Hennis Herbst nach einer Landesvorstandssitzung. „Für viele sind diese Plattformen zentrale Informations-, Kommunikations- und Teilhaberäume. Ein Verbot würde daher vor allem Mediennutzung und gesellschaftliche Teilhabe einschränken – nicht die Gefahren beseitigen.“

Anstatt einer Verbotsdebatte setze die Linke auf konsequenten Jugendmedienschutz, Medienkompetenz und eine verbindliche Regulierung der Plattformbetreiber. Ein pauschales Verbot für soziale Medien für unter 14-Jährige sei kurzsichtig und löse keines der strukturellen Probleme. Vielmehr würden dadurch Risiken lediglich in ein späteres Alter verschoben. 

Wirksamer Schutz entstehe durch Regulierung der Plattformen und Stärkung der Nutzer – nicht durch pauschale Verbote. Kinder und Jugendliche müssten wirksam vor schädlichen Inhalten, Cybermobbing, manipulativen Designmechanismen und datengetriebenen Geschäftsmodellen geschützt werden, forderte der Landesvorstand der Partei. 

Australien hatte im Dezember als erstes Land ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Auch bei CDU, SPD und Grünen gibt es Forderungen nach einem Mindestalter.

© dpa-infocom, dpa:260228-930-749727/1

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