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Intendantenkonferenz:Im Stream der Zeit

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Das neue Logo der ARD.

(Foto: ARD)

Die ARD wirbt für eine Beitragserhöhung im Jahr 2021. Bei einer Pressekonferenz in München gibt ihr Vorsitzender Ulrich Wilhelm auch eine bemerkenswerte Personalie bekannt.

Akzeptanz bei den Beitragszahlern schaffen und sparen, gesellschaftlich sichtbarer und gleichzeitig digitaler werden - so in etwa umriss Ulrich Wilhelm, BR-Chef und ARD-Vorsitzender, am Mittwoch die Aufgabenlage der ARD. Die Intendanten hatten bei einem Treffen in München auch über den Entwurf der Sachverständigenkommission Kef für den Rundfunkbeitrag gesprochen. Danach soll der Beitrag 2021 von derzeit 17,50 Euro auf 18,36 Euro steigen. "Wir werden weiterhin einen deutlichen Sparkurs fahren müssen", sagte Wilhelm. Er gehe davon aus, dass die endgültige Erhöhung unter der Inflationsrate bleiben werde. Es werde Einbußen in Qualität und Volumen der Programme geben.

Eine gültige Empfehlung wird die Kef im Februar abgeben. Dann sei das Wichtigste, so Wilhelm, Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu erreichen. Sein Befund: "Ich glaube, dass es nicht mehr diesen Furor gibt, dass man ein wirklich großes, gutes Werk tut, wenn man dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk das Rückgrat bricht".

Zugleich soll die ARD-Mediathek sich stärker zu einem Streamingangebot entwickeln, weg von einer "Abspielfläche für Dinge, die man verpasst hat", sagte der Programmdirektor des Ersten, Volker Herres. Inhalte würden künftig teils exklusiv für die Mediathek produziert. Die Intendanten haben sich dazu auf eine integrierte Planung geeinigt. Dafür wechselt Florian Hager als weiterer stellvertretender Programmdirektor nach München, der zuletzt das Jugendangebot Funk aufgebaut hatte. Wilhelm und Herres gaben auch bekannt: Zum 1. Dezember bekommt die ARD ein neues Logo.