Rechte US-Website:Infowars stellt Insolvenzantrag

Infowars-Betreiber Alex Jones hatte behauptet, das Schulmassaker von Sandy Hook, bei dem 20 Kinder und sechs Angestellte getötet wurden, sei eine Erfindung, um strengere Waffengesetze durchzusetzen. (Foto: Jose Luis Magana/AP)

Nach Verleumdungsklagen wegen Falschaussagen zum Massaker von Sandy Hook: Rechte Website von Alex Jones hofft auf Sanierung durch Konkursverfahren.

Die Website Infowars des rechten Verschwörungstheoretikers Alex Jones hat bei einem US-Gericht Konkurs beantragt. Wegen mehrerer Verleumdungsklagen gegen das Unternehmen sei ein Insolvenzverfahren nach Kapitel 11 beantragt worden, wie aus den am Sonntag in Texas veröffentlichten Unterlagen hervorgeht.

Infowars-Gründer Jones wurde im vergangenen Jahr in drei Verfahren zu Schadenersatz verurteilt, nachdem er fälschlich behauptet hatte, das Schulmassaker von Sandy Hook im Jahr 2012 sei ein Schwindel gewesen. Er behauptete, die Schießerei, bei der 20 Kinder und sechs Schulangestellte in der Schule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut ums Leben kamen, sei von den Befürwortern strengerer Waffengesetze und den etablierten Medien erfunden worden. Die Familien von Sandy Hook lehnten Ende März Jones' Angebot zur Beilegung ihrer Verleumdungsklage ab. Jones hatte angeboten, jedem der 13 Kläger 120 000 Dollar zu zahlen.

Das Verfahren nach Chapter 11 setzt alle zivilrechtlichen Streitigkeiten aus und ermöglicht es Unternehmen, Sanierungspläne bei laufendem Betrieb auszuarbeiten.

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