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Vergütung von Dokumentarfilmen:Mehr Geld, mehr Beteiligung, mehr Zuschläge

Verbände und ARD einigen sich auf höhere Vergütungen und Erfolgsbeteiligung für die Dokumentarfilmbranche.

Die Honorare für selbstständige Regisseurinnen und Regisseure sowie Autorinnen und Autoren im Dokumentarfilm steigen. Das teilen die zuständigen Interessensverbände mit. Der Bundesverband Regie, die Produzentenallianz und die AG Dok haben demnach mit den Sendern der ARD ein neues Vergütungsmodell vereinbart, das seit Jahresbeginn greift. Es sehe neben einer deutlichen Anhebung der Honorare auch Zuschläge für Produktionen mit besonderem Anspruch vor, etwa bei investigativen Projekten.

Zudem sei das "Buy-out"-Modell mit pauschalen Vergütungen durch eine Lösung ersetzt worden, bei dem die Urheberinnen und Urheber über ein Nachvergütungsmodell am Erfolg ihrer Werke beteiligt werden. Die Regeln für solche Folgevergütungen von Auftragsproduktionen soll rückwirkend für Ausstrahlungen und Nutzungen ab 2011 gelten. Das trage "erheblich zu einer Befriedigung der Rechtslage bei der Nutzung von Altproduktionen bei", erklären die Verhandlungspartner. Für Konflikte wird eine Clearingstelle eingerichtet. Als nächstes Verhandlungsziel nennt der Regieverband ein nutzungsbasiertes Vergütungsmodell für die Ausstrahlung von Produktionen in Mediatheken.

© SZ/sz/cag
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