HörspielPolitik braucht Lüge

Lesezeit: 2 Min.

Regisseur Henri Hüster (links) und Autor Rainald Goetz bei den Hörspielaufnahmen von "Reich des Todes".
Regisseur Henri Hüster (links) und Autor Rainald Goetz bei den Hörspielaufnahmen von "Reich des Todes".
Andreas Rehmann/NDR

Dieses Hörspiel ist eine tolldreiste, erhellende Überforderung: Ein hervorragendes Schauspieler-Ensemble realisiert Rainald Goetz’ in vielerlei Hinsicht maßloses 9/11-Drama „Reich des Todes“.

Von Stefan Fischer

SZ bei Google bevorzugen

Den jedes Maß einer Inszenierung sprengenden Umfang von Karl Kraus’ Kriegs-, Politik- und Gesellschaftsdrama „Die letzten Tage der Menschheit“ hat Rainald Goetz Bühnenstück „Reich des Todes“ nicht. Doch für die fulminante, immer noch vierstündige Uraufführung 2020 am Hamburger Schauspielhaus musste bereits Text gestrichen werden. Und gemeinsam mit dem Regisseur Henri Hüster hat Goetz sein 9/11-Drama nun noch einmal verdichtet auf eine zweistündige Hörspielfassung, in der er selbst den Erzähler gibt. Dieses Hörspiel ist so komplex, so überbordend, anspielungsreich und verwickelt, wie es auch der Gegenstand ist. Im Grunde viel zu viel für einen Bühnenabend, für ein Hörspiel. Und aber gerade deshalb auch so wirkmächtig, so verstörend erhellend.

Zur SZ-Startseite

Literatur
:Dieser Hass war immer schon da

Maxim Biller reflektiert in seinem aufrüttelnden Roman „Schwarze Samstage“ die Folgen des 7. Oktober für das Leben als Jude in Deutschland. Seine Antwort auf den Terror: große Literatur.

SZ PlusVon Nils Minkmar

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: