Hörspiel "Kaf*KI":Wenn Kafka für die Öffentlich-Rechtlichen arbeiten müsste

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(Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)

Vordergründig rückt Robert Schoen in seinem Hörspiel dem Leben und Werk Franz Kafkas mit einer KI zu Leibe. Tatsächlich wäscht er den irrlichternden Kulturradios den Kopf.

Von Stefan Fischer

"Bei 21 Grad", behauptet die KI, "kann man keine mystischen Erfahrungen machen!" Der Hausvater solle deshalb bei 14 Grad Raumtemperatur arbeiten. Dann werde es womöglich sogar etwas mit seinem Hörspiel-Vorhaben. "Die Sorge des Hausvaters" ist eine kurze Erzählung Franz Kafkas, dessen Titelfigur sich mit einer Kreatur namens Odradek konfrontiert sieht, die ungefragt in des Hausvaters Privatsphäre eindringt. Robert Schoen macht diesen Text zum Ausgangspunkt seines Hörspiels Kaf*KI. Dessen Untertitel lautet Kafkas literarisches Universum durch die KI gejagt - und führt auf eine falsche Fährte. Zwar wird die Geschichte dadurch in Gang gesetzt, dass ein Alter Ego Schoens sich einer KI bedient, um ein Kafka-Hörspiel zu realisieren. Eigentlich erzählt Kaf*KI jedoch dies: Kafkas literarisches Universum durch die Instanzen des Kulturradios gejagt.

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