HörspielWas man sich in Familien erzählt

Lesezeit: 2 Min.

Dinçer Güçyeter, Lyriker und Verleger, Gründer des ELIF Verlag.
Dinçer Güçyeter, Lyriker und Verleger, Gründer des ELIF Verlag. Jan Woitas/dpa

Der DLF inszeniert Dinçer Güçyeters preisgekrönten Roman „Unser Deutschlandmärchen“ als Hörspiel: eine Geschichte, die mal nicht von außen aufs türkische Gastarbeiter-Milieu blickt.

Von Stefan Fischer

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„Mein Name ist Fatma.“ Mit diesem Satz beginnt das Hörspiel „Unser Deutschlandmärchen“ – es ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Dinçer Güçyeter, bearbeitet von Negar Foroughanfar. Güçyeter wurde für dieses literarische Debüt 2023 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Eine Familiengeschichte, die nun in der Radiofassung zu einer mündlichen Erzählung wird. Die Regisseurin Beatrix Ackers präsentiert „Unser Deutschlandmärchen“ als eine Inszenierung von Erinnerungen, wie sie in innerfamiliären mündlichen Tradierungen von Wegmarken und damit der Schaffung einer gruppeneigenen Identität häufig vorkommt: als eine Erzählung, die geprägt ist von Wahrheiten, auch schmerzlichen, von Überhöhungen, Auslassungen, Verschiebungen und davon, wie sich die Erinnerungen mit der Zeit verändern.

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