Hörspiel „Blaupause“Die Cousinen nicken dazu

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Illustration: Stefan Dimitrov
Illustration: Stefan Dimitrov SZ

Erwachsenwerden mit den Mitteln der Poesie: Das tiefschürfend komische Hörspiel „Blaupause“ von Leo Lorena Wyss.

Von Stefan Fischer

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Die Tanten sind furchtbar in ihrer Neugier der Teenagerin gegenüber. Aber auch die Cousinen – 13 an der Zahl und viele in einem ähnlichen Alter – gehen der jugendlichen Ich-Erzählerin, gespielt von Lara Sienczak, mächtig auf die Nerven bei den allfälligen Familienfeiern. Es ist nicht wie im Märchen vom Dornröschen, in dem nur die übergangene 13. Fee, für die man keinen Goldteller mehr hat, sich rächt an dem Kind, während ihm die anderen zwölf gewogen sind. Nein, hier sind alle 13 dumm, gehässig, neidisch, oberflächlich, altklug, großmäulig – in jeweils eigenen Abmischungen dieser negativen Eigenschaften. Keine ist freundlich zu der Protagonistin in Leo Lorena Wyss’ Hörspiel Blaupause (NDR) oder gar empathisch ihr gegenüber.

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