Süddeutsche Zeitung

Hörfunktipps:Schwalben und Adler

Prometheus wird befreit im Radio, Südafrika emanzipiert sich von seiner Vergangenheit und die Digitalisierung schreitet unbarmherzig voran. Dagegen regt sich allerdings Widerstand, weil die Technik immer häufiger missbraucht wird.

Von Stefan Fischer

Weggesperrt

Thomas Kernert spricht in seinem Nachtstudio-Essay Der unaufhaltsame Aufstieg der Überwachungs-Technologien über die Schieflage im Verhältnis von Big Data und der Würde des Menschen (Bayern 2, Dienstag, 20.03 Uhr). Einige Bürgerrechtler aus den Wendejahren werden bezichtigt, sich heute im rechten politischen Spektrum zu bewegen. Alexa Hennings skizziert im Feature Einmal Widerstand, immer Widerstand die Konfliktlinien in dieser Debatte (DLF, Dienstag, 19.15 Uhr). Ralf Bücheler und Frank Wierke befassen sich in dem Feature Kind im Knast mit den Eltern Inhaftierter (Bayern 2, Samstag, 13.05 Uhr).

Schweigen? Reden!

Roter Staub, 2004 inszeniert, ist ein Hörspiel-Dreiteiler von Gillian Slovo über die Wahrheitskommission in Südafrika (WDR 3, Montag bis Mittwoch, jeweils 19.04 Uhr). Armin Chodzinski fügt seiner ökonomischen Feature-Reihe Dr. C's Conversationslexikon den Eintrag D wie Digitalisierung bei (SWR 2, Sonntag, 14.05 Uhr). Im Roswitha Quadfliegs Hörspiel KönigsSohn bedauern Vater und Sohn ihr jeweiliges Scheitern - jeder einsam für sich (NDR Info, Sonntag, 21 Uhr).

Schwalben und Adler

Es sind sperrige Texte, die einigen Hörspielen der kommenden Tage zugrunde liegen. Doch wenn man sich auf sie einlässt, taucht man ein in fantastische Welten, löst sich von der Realität, schwebt in spannenden Sphären. Das gilt für Teure Schwalben von Irmgard Maenner, mit der jüngst verstorbenen Irm Hermann (Bayern 2, Sonntag, 15.05 Uhr), für Ruth Johanna Benraths Wir gehen, wir gehen - Ein Leben lang (HR 2, Sonntag, 14.04 Uhr) sowie Heiner Goebbels und Heiner Müllers Die Befreiung des Prometheus (DLF, Dienstag, 20.10 Uhr).

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Quelle:
SZ vom 06.06.2020
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