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Hörfunktipps:Schon drin?

Während die Regierung über Migration zankt, werden im Radio reflektierte Geschichten zum Thema erzählt.

Menschen in Bewegung

Dem würdelosen Gezänk der Regierung über die Flüchtlingspolitik setzt das Radio reflektierte Geschichten entgegen über Migration, Heimat und die Mehrheitsgesellschaft. WDR 3 hat die Hörspiel-Reihe Bin ich schon drin? programmiert (Sonntag bis 1. Juli, täglich, 19.04 Uhr). In Home Care begegnen sich Flüchtlinge und einheimische Verlierer in einer Immobilie (Kulturradio RBB, Sonntag, 14.04 Uhr). Gespräche über uns - Unfinished Business erzählt davon, wie ein Asylsuchender mit einer engagierten Deutschen, die ihm hilft, darum ringt, ihr auf Augenhöhe zu begegnen (MDR Kultur, Montag, 22 Uhr). Im Feature Nachtgespräch berichten Folterüberlebende aus Syrien (SWR 2, Mittwoch, 22.03 Uhr).

Geräusche der Macht

Ein Nachmittag im Museum der unvergessenen Geräusche versetzt den Protagonisten in Christoph Buggerts Hörspiel, inszeniert vom Liquid Penguin Ensemble, zurück in die Kindheit mit der Flucht vor der herannahenden Front (SR 2, Sonntag, 17.04 Uhr). Michaela Meliáns Hörstück Music from a Frontier Town ist eine Komposition darüber, wie im Münchner Amerikahaus mit Mitteln der Musik an der Demokratisierung der Deutschen gearbeitet worden ist (Bayern 2, Freitag, 21.05 Uhr). Um Stille in lauten Zeiten geht es in The Sound of Silence (DLF, Sonntag, 20.05 Uhr).

Die Wahrscheinlichkeit des Verrückten

Mysteriös geht es zu in John Burnsides Hörspielen Coldhaven (NDR Kultur, Mittwoch, 20 Uhr), das heuer den Hörspielpreis der Kriegsblinden gewonnen hat, und Der Baucan (SWR 2, Donnerstag, 22.03 Uhr). Von der Komik des Irrealen und eben doch Möglichen ist Karl-Heinz Böllings Hörspiel Irgendein Briefträger geprägt (DLF Kultur, Mittwoch, 21.30 Uhr). Die stete Verwandlung ist das Hauptmotiv im Hörspiel Cantos nach Ezra Pounds Hauptwerk (HR 2, Mittwoch, 21 Uhr).