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Hörfunktipps:Magische Realisten

Eine lange Radio-Nacht über den Filmregisseur Stanley Kubrick, ein Eintauchen in den vielschichtigen Berlin-Kosmos von Alfred Döblin, eine Reise in den Dschungel von Garcia Marquez: Der Hörfunk bringt sein Publikum zusammen mit großen Verführern.

Nicht zu früh an die Kamera denken! ist eine Lange Nacht über den Filmregisseur Stanley Kubrick (DLF, Samstag, 23.05 Uhr). Einen eigenwilligen Kosmos hat auch Alfred Döblin in seinem Roman Berlin Alexanderplatz geschaffen, der mehrfach adaptiert worden ist - unter anderem vom Rundfunk der DDR für eine Hörspielfassung (SR 2, Sonntag, 17.04 Uhr). In der DDR wurde auch Günter Kunerts Hörspiel Ein anderer K. über Heinrich von Kleist inszeniert (MDR Kultur, Montag, 22 Uhr). Ein frühes Beispiel für den magischen Realismus Gabriel Garcia Marquez' im Radio: Das Leichenbegängnis der großen Mama (WDR 3, Donnerstag, 19.04 Uhr).

Sag' doch mal was!

Jahrhunderte vor der Geburt von Siri und Alexa tüftelten die Menschen schon an mechanischen und später elektrischen Möglichkeiten der Sprachwiedergabe. Davon erzählen Ulrich Bassenge und Bernhard Jugel in sprechmaschinenfest (Bayern 2, Freitag, 21.05 Uhr). Von skurrilen Transformationen handelt auch das Hörstück Einführung in die außerindische Musikkultur (SWR 2, Donnerstag, 22.03 Uhr). Im Hörspiel A. I. R. Artificial Intelligence Rebellion haben dann Computer und Algorithmen die Herrschaft übernommen (DLF Kultur, Nacht zu Montag, 0.05 Uhr).

Frauen auf der Flucht

Aus der Perspektive von Frauen behandeln zwei Hörspiele die Themen Migration und Emanzipation: In Maryam Zarees Kluge Gefühle spiegeln sich die Konflikte in einer Mutter-Tochter-Beziehung (NDR Info, Sonntag, 21 Uhr), Who moves? des Theaterkollektivs Swoosh Lieu geht die Sache grundsätzlicher an (NDR Kultur, Mittwoch, 20 Uhr). Eine selbstbewusste junge Frau steht neben einem Nerd auch im Zentrum der Kurzhörspiel-Mystery-Serie Die Verschiebung (SWR 2, werktags um 19.45 Uhr, zehn Folgen).