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Hörfunk:Es war einmal in Amerika

Orson Welles

Orson Welles 1938 bei der fiktiven Reportage "Krieg der Welten" im CBS-Studio.

(Foto: Corbis)

CBS schrieb einst Radiogeschichte - dort sendete zum Beispiel Orson Welles seine fiktive Reportage "Krieg der Welten". Jetzt will der Konzern seine Hörfunksparte komplett verkaufen.

Vielleicht hat Leslie Moonves einfach den Verstand verloren. So wäre jedenfalls zu erklären, was der Chef des amerikanischen Medienkonzerns Columbia Broadcasting System (CBS) da vorhat: Er will die komplette Radioabteilung des Unternehmens loswerden. Gut, das klingt nun zunächst einmal wenig verblüffend. Schließlich gilt Radio schon seit der Erfindung des Fernsehens nicht gerade als Zukunftsbrache, und seit der Einführung von Streamingdiensten wie Spotify und Pandora noch nicht einmal mehr als gegenwartstauglich. Und der neue Podcast-Boom funktioniert möglicherweise sogar ganz allein mit dem Internet. Es erscheint also eher vernünftig für einen Konzernchef, wenn er die 117 Stationen verkaufen will, auch wenn die immerhin noch 70 Millionen Menschen pro Woche erreichen. Die Amerikaner sind dennoch schockiert von dieser Ankündigung, weil Moonves sich von einer 88 Jahre alten Legende verabschieden möchte.

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