Gottschalk in der ARD:Werbung, Werbung, Werbung

Lesezeit: 2 min

Mit seiner ersten Sendung im ARD-Vorabend sorgt Thomas Gottschalk zwar für reichlich Quote. Aber er muss auch reichlich Kritik einstecken - und posaunt im Chat gewagte Äußerungen in die Welt.

'Gottschalk Live' Photocall

Nach seiner ersten Sendung in der ARD plauderte Thomas Gottschalk munter im Facebook-Chat. Übrigens auch über seine Nachfolge bei "Wetten, dass..?".

(Foto: Getty Images)

Mit den hohen Quoten hatten die Macher schon gerechnet: 4,34 Millionen Zuschauer sahen die erste Ausgabe von "Gottschalk live" am Montagabend im Ersten. Viel mehr als gewöhnlich in der ARD-"Todeszone" einschalten. Lange und ausführlich hatten die Medien mit ihrer Berichterstattung den Roten Teppich für Gottschalks neue Show ausgebreitet. Nicht zuletzt dadurch war ihm die ungeteilte Aufmerksamkeit sicher - zumindest quotenmäßig gelang der Auftakt.

Aber man darf sich von den Zuschauerzahlen allein nicht täuschen lassen - denn in den zahlreichen Kommentaren der Internetuser über die Auftaktsendung liest man nicht nur Lob. Ganz im Gegenteil - dort bricht sich vor allem Kritik ob der unnötig vielen Werbeunterbrechungen Bahn. "Zuviel Werbung. Sendung wurde dreimal unterbrochen" oder "Die ARD sollte sich schämen, Gottschalk so zu zerstückeln", empören sich die User auf der offiziellen Fanseite zur Show auf Facebook. Auch auf süddeutsche.de kritisierten die Nutzer die vielen Werbepausen.

Der Unmut ging wohl so weit, dass die Berliner Redaktion sich auf Facebook zu einem Hinweis in eigener Sache genötigt sah: "Es ist nun schon öfter zu Ohren gekommen, dass wir angeblich negative Kommentare auf unserer Facebook-Seite löschen würden. Dies ist definitiv nicht der Fall!", heißt es dort auf der Fanseite. Aber die harsche Kritik der Zuschauer zeigt Wirkung: Die ARD will versuchen, die Werbeunterbrechungen flexibler zu gestalten, so ARD-Sprecher Lars Jacob. "Das Problem ist auch offiziell erkannt." Vielleicht machen die Verantwortlichen ja künftig aus zwei kurzen und einem langen Werbeblock zwei lange. Wer weiß.

Gottschalks Interaktivität geht jedenfalls erst richtig nach der Sendung los: So schreibt der Entertainer auf Facebook, er fand seine Premiere "ok, aber gefallen muss es ja Euch". Und ganz nebenbei lässt sich er sich zu einer heiklen Aussage über einen möglichen Nachfolger bei "Wetten, dass..?" hinreißen. "Ich glaub Pilawa wird's, weiß es aber nicht genau." Wie der Spiegel in dieser Woche berichtete, soll das ZDF den Moderator bereits als Favoriten handeln. Das ZDF dementiert und wiegelt Gottschalks Vermutung als "reine Spekulation" ab.

Den 61-Jährigen wird das kaum stören - er plant vermutlich schon die nächste Sendung. Ob er sich dann erneut zu einer gewagten Äußerung hinreißen lässt?

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB